Compendium der Schweizer Arzneimittel als Ebook

Ab sofort ist das Compendium aller Schweizer Arzneimittel auch als Ebook verfügbar. Das Ebook kann kostenlos im EPUB Format geshared werden via bookworm.oreilly.com. Das EPUB Format wird von folgenden Geräten unterstützt:

Obige Liste ist nicht abschliessend. Das EPUB Format wird nicht vom Amazon Kindle unterstützt. Der Amazon Kindle arbeitet mit dem MobiPocket Format. Das MobiPocket Format läuft auf folgenden Readern:

Das File für den Amazon Kindle wird bald zur Verfügung stehen.

Die gnadenlose Dummheit vom Zürcher Filmfestival OK oder die CH-Demokratie

Das Thema Polanski und Zürcher Filmfestival eignet sich hervorragend für einen schönen Herbstblog-Eintrag! Die Story geht so: Polanski wird vom Züricher Filmfestival OK, das vom Bund gesponsort ist eingeladen, um seinen Lebenspreis, das goldige Auge von Zürich, in Zürich abzuholen. Offenbar wusste das OK, dass Polanski seit 30 Jahren via internationalem Strafbefehl gesucht wird weil er offenbar eine 13 jährige abgefüllt und danach sexuell missbraucht hat.  Das OK wollte ja Polizeischutz für Polanski anfordern. Was für eine glorreiche Idee! Für seine heroische Tat (das gibt sicher noch einen Film) ist Polanski 30 Tage in der psychiatrischen Klinik gesessen. Danach wollte ihn der Richter gleich nochmals einweisen, das lies Polanski aber nicht zu und ist abgehauen. Seither wird er international gesucht, hat aber trotzdem erfolgreich mehrere Filme gemacht und auch einen Oscar dafür erhalten (überreicht von Harrison Ford in Paris).

Die Schweiz will ja zur Zeit nicht aus dem Rampenlicht weichen und das ist gut so. Die Schweiz ist ein kleine aber feine Demokratie, sehr föderalistisch organisiert. Mit dem Qaddaffi Sohn haben wir uns angelegt (und somit auch mit dem Vater 😉 (der wohl auch in die Psychi gehört), mit den Amis haben wir uns angelegt und auch mit den Deutschen, besonders mit Herr Steinbrück-Oberindianer (der zum Glück jetzt nicht wiedergewählt wurde).

Die Schweiz wäscht nicht mehr viel weisser als andere Nationen, ist jedoch nach wie vor hervorragend organisiert und hat tiefe Steuern und ist entsprechend noch nicht hochverschuldet, wie z.B. England oder Japan oder die USA.

Offenbar werden in der Schweiz, vor dem Gesetz alle gleichbehandelt: Ob Qaddaffi-Sohn oder Polanski oder die amerikanischen Steuerhinterzieher. Die Schweiz ist offen und modern und jederzeit zu einem Kompromiss bereit. Kostenlos die Schuhe putzen tun wir aber niemandem. Dafür wird nach wie vor bezahlt.

Somit ein “Halleluja” auf die Schweiz und Ihre Politiker.

Risikoanalyse für Schweizer KMUs seit 2008

Für unsere GmbH war ich auf der Suche nach einer zuverlässigen Auskunft zur Risikoanalyse, welche für KMUs (auch GmbHs) ab 2008 notwendig ist. Von der  Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde RAB habe ich folgende Antwort erhalten (interessant finde ich vor allem das Zitat von Blocher):

Die Frage:

Betreff: Unterschied eingeschränkte und normale Revision, Risikoanalyse

Sehr geehrte Damen und Herren

Bezüglich den neuen Bestimmungen im OR habe ich zwei Fragen:

1. Wie umfänglich muss die Dokumentation sein für die “Angaben über die Durchführung einer Risikobeurteilung”? Als Unternehmer führt man ja jeden Tag eine Risiko-Analyse durch.

http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a663b.html

2. Worin unterscheidet sich die “eingeschränkte” von der “normalen” Revision?

http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a727a.html

Die Antwort:

Besten Dank für Ihre Anfrage, zu der wir gerne Stellung nehmen. Wir möchten Sie jedoch vorab darauf hinweisen, dass die Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) primär eine rechtsanwendende Behörde ist und daher nicht für die verbindliche Auslegung des Gesetzes, insbesondere nicht des OR, zuständig ist. Letztlich kommt diese Befugnis nur den zuständigen Gerichten zu.

1. Sofern eine Gesellschaft verpflichtet ist, gemäss Art. 663b Ziff. 12 Obligationenrecht (OR; SR 220) im Anhang zur Jahresrechnung „Angaben über die Durchführung einer Risikobeurteilung“ zu machen, müssen grundsätzlich die wesentlichen Geschäftsrisiken dargelegt werden. Welche Angaben im Anhang zur Jahresrechnung konkret gemacht werden müssen, ist in der Praxis jedoch umstritten. Der Bundesrat hat in seiner Botschaft vom 23. Juni 2004 zum neuen Revisionsrecht festgehalten, dass die Risikobeurteilung nicht sämtliche Geschäftsrisiken erfasst, sondern nur die Erläuterung derjenigen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Beurteilung der Jahresrechnung haben könnten. Grundsätzlich sind drei Varianten denkbar:

a. Im Anhang wird lediglich der Prozess der Risikobeurteilung offengelegt;

b. Im Anhang werden der Prozess und alle wesentlichen Risiken, die einen direkten Einfluss auf die aktuelle Jahresrechnung haben, offengelegt;

c. Im Anhang werden der Prozess und alle wesentlichen Risiken (inkl. operativer und strategischer Risiken) offengelegt.

Verschiedentlich wird die Ansicht geäussert, alle vorgenannten Varianten seien zulässig, solange aus den Angaben hervorgehe, welche Variante gewählt wurde (vgl. Q&A-Papier der Treuhand-Kammer oder die Ausführungen von Lipp in: Der Schweizer Treuhänder 11/2008, S. 933 ff.). Alt-Bundesrat Christoph Blocher hat sich demgegenüber am 1. Dezember 2005 bei der Diskussion der fraglichen Bestimmung im Ständerat wie folgt geäussert: „(…) Als Angaben zur Durchführung einer Risikobeurteilung genügen ein Sitzungsdatum und die Aussage, man habe über die Risiken gesprochen, natürlich nicht; das ist zu wenig. Der Gesetzgeber erwartet eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Unternehmensrisiken; man kann prüfen, ob das vorhanden ist. Ob sie richtig oder falsch ist, ist von der Revisionsstelle nicht zu prüfen. (…)“

Auf Grund der vorstehenden Ausführungen ist daher festzuhalten, dass der Gesetzgeber eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den bestehenden wesentlichen Risiken und deren Offenlegung erwartet. Blosse Angaben über den Prozess der Risikobeurteilung im Sinne einer Vollzugsmeldung genügen daher u.E. nicht.

2. Im revidierten Revisionsrecht wird neu zwischen ordentlicher (Revisionsstelle muss mindestens eine Zulassung als Revisionsexperte haben) und eingeschränkter Revision (Revisionsstelle muss mindestens eine Zulassung als Revisor haben) unterschieden. Unterschiedlich sind aber nicht nur die Zulassungsanforderungen an die Revisionsstelle, sondern auch der Prüfumfang und die Prüfdichte; diese sind bei der ordentlichen Revision wesentlich weiter gefasst als bei der eingeschränkten Revision. Im Gegensatz zur ordentlichen Revision (vgl. Art. 728b Abs. 2 Ziff. 4 OR enthält der Revisionsbericht bei der eingeschränkten Revision auf Grund des eingeschränkten Prüfumfangs und der eingeschränkten Prüfdichte daher auch keine Genehmigungs- oder Rückweisungsempfehlung mehr (vgl. Art. 729b OR).

Die hauptsächlichen Unterschiede zwischen ordentlicher und eingeschränkter Revision verdeutlicht nachstehende Tabelle in zusammengefasster Form:

Risikoanalyse_RAB_Schweiz_2008
Risikoanalyse_RAB_Schweiz_2008

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben. Ausführlichere Informationen können wir Ihnen auf diesem Weg leider nicht zukommen lassen. Bei Bedarf empfehlen wir Ihnen, gegebenenfalls eine Fachperson beizuziehen oder die entsprechende Fachliteratur zu konsultieren.

info@rab-asr.ch

Aargau pfeift Ärzte bezüglich Versandapotheken zurück

Aus der NZZ-Online.

Ärzte, die Aktionäre der Versandapotheke zur Rose AG sind, dürfen im Kanton Aargau künftig keine Medikamente mehr über diesen Vertriebskanal verkaufen. Dieser Versandhandel stelle eine Umgehung des Selbstdispensationsverbotes dar, hält das Aargauer Gesundheitsdepartement in einem am Dienstag veröffentlichten Entscheid fest. Das Departement heisst damit eine Beschwerde der Aargauer Apotheker gut.

Was ist los in der Schweiz? In Deutschland gehören die Versandapotheken schon lange zur Tagesordnung und tragen deutlich zu tieferen Medikamentenkosten bei. Man muss unterscheiden zwischen dem Versandhandel und der Entstehung von Medikamenten-Versandhandel mit ausschließlich Ärzten als Eigentümern. Der Versandhandel muss in der Schweiz weiter liberalisiert werden.

Die Patiententaxe ist ein weiteres Problem. Viele Versandapotheken verzichten auf die Patiententaxe. Bei einigen Apotheken kann sich der Preis für das Medikament verdoppeln wegen der Patiententaxe. Die Patiententaxe wird z.T. auch dann verlangt, wenn der Kunde keinen Eintrag in das Patienten-Dossier wünscht. Die Stadelhofen-Apotheke verlangt z.B. keine Patiententaxe weil sie die Fragerei der Kunden leid ist und zuviel Zeit verliert.